Nachhaltig Einkaufen – Kleidung

„Kleider machen Menschen“. Ob bewusst oder unbewusst, wir drücken uns durch unseren Kleidungsstil aus. Auch unsere Mitmenschen festigen ihren ersten Eindruck über uns anhand unseres äußerlichen Erscheinungsbildes. Wir teilen uns also bereits mit, ohne etwas zu sagen. Diese Art der freien Entfaltung hat zu dem großem Fashion Geschäft geführt, bei dem alle Geschmäcker fündig werden. Leider kam es neben der Selbstverwirklichung eines jeden einzelnen auch zu der negativen Seite des Mode Business. Fast Fashion. Billige Klamotten, die für jeden kurzzeitigen Trend aufblühen und unter verheerenden Bedingungen hergestellt und in Massen verkauft werden. In diesem Blogartikel erfährst du, warum nachhaltig Einkaufen besonders in Bezug auf Klamotten wichtig ist und wie du auch umweltschonend an qualitativ hohe und faire Kleidung kommst.

Wieso ist es wichtig nachhaltig einzukaufen?

Wahrscheinlich verbindet jeder mit dem Begriff Nachhaltigkeit etwas Positives gegenüber der Umwelt.  Aber was bedeutet Nachhaltigkeit genau?

Nachhaltigkeit bedeutet in der Gegenwart die Bedürfnisse der Ressourcen-Nutzung in Abhängigkeit der Regenerationsfähigkeit zu befriedigen, sodass zukünftige Generationen mit denselben Möglichkeiten leben können. Kurz gesagt sollten wir uns nicht an mehr Ressourcen bedienen, als uns zur Verfügung stehen. Folgen davon wären nämlich:

  • Verschlimmerung des Klimawandels
  • Verlust der biologischen Vielfalt
  • Bodenerosionen
  • Mehr Abfall
  • Steigende Luftverschmutzung
  • Bodendegradierung
  • Wasserknappheit

Die Ressourcennutzung verändert das Ökosystem oft dauerhaft. Ob erneuerbare- oder nicht regenerative Rohstoffe – Die Gewinnung und Verarbeitung führt zu Emissionen von Schadstoffen im Boden, Wasser und der Luft und das unter intensivem Einsatz von Energie, Materialien und Chemikalien. Für Produktionsflächen werden ganze Ökosysteme zerstört.

Was bedeutet es nachhaltig einzukaufen?

Du kannst bereits bei deinem nächsten Einkauf nachhaltig shoppen. Dazu musst du darauf achten, dass Produkte, die in deinem Einkaufswagen landen sozial und ökologisch in Ordnung sind. Nachhaltige Produkte sind in der Herstellung und Nutzung energiesparend und umweltfreundlich. Sie werden mit möglichst niedrigen CO2-Austoß produziert und die Arbeiterschaft wird fair behandelt und bezahlt. Außerdem kannst du darauf achten nur wirklich notwendiges einzukaufen und dass die Produkte neben den Lebensmitteln eine lange Nutzdauer haben und nicht schon nach einer Woche im gelben Sack oder bei den Altkleidern landen.

Wann ist Mode nachhaltig?

Nachhaltige Mode, oder auch Grüne Mode, Fair Fashion oder Slow Fashion genannt, hat bei der Produktion keinen oder minimal gehaltenen Schaden an der Umwelt und dem Menschen angerichtet. Das heißt:

  • Die Materialien sind recycelt oder sind aus pflanzlich, biologischen Anbau. Dadurch wird weniger Wasser und Energie verbraucht.
  • Es werden keine bzw. wenige schädlichen Chemikalien eingesetzt, was für die Umwelt-, aber auch für die Gesundheit der Arbeiterschaft positiv ist.
  • Faire Arbeitsbedingungen werden gestellt. Darunter fallen angebrachte Arbeitszeiten, zustehende existenzsichernde Löhne, Schutzkleidung und Equipment, keine Kinderarbeit und soziale Absicherung für die Belegschaft.
  • Vegane Klamotten: Massentierhaltung ist ein großer Faktor des Klimawandels, da für die Gewinnung von Leder Platz für die Zucht geschaffen werden muss. Regenwälder werden dafür abgeholzt und dadurch wird mehr CO2 an die Erdatmosphäre abgegeben als vom Amazonas aufgenommen.

Wie finde ich heraus welche Marken nachhaltig produzieren?

Solange du kein absolute:r Kenner:in bist und dir auch keine Fachkraft helfen kann, hilft es nach diesen Textil-Siegeln Ausschau zu halten:

  1. „IVN Best“

Dieses Siegel des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft garantiert die Einhaltung der wichtigsten Arbeitsnormen und dass Textilien aus 100% zertifizierten ökologischen Naturfasern bestehen.

  1. „GOTS“

„GOTS“ steht für Global Organic Textile Standard. Das „Organic“ garantiert, dass 95% der benutzten Fasern aus biologischer Landwirtschaft bzw. Tierhaltung stammen.

  1. „Grüner Knopf/Green Button“

Der Grüne Knopf ist ein staatliches Siegel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es werden nicht nur die Produkte getestet, sondern das Unternehmen als Ganzes. Mit dabei sind zurzeit 60 deutsche Unternehmen. Aber auch international ist das Siegel anerkannt. Das Siegel umfasst 26 soziale und ökologische Produktkriterien und 20 Unternehmenskriterien, die zu erfüllen sind. Dennoch umfasst dieses Siegel noch nicht die gesamte Lieferkette.

  1. „Fairtrade Cotton“

Wie der Name schon verrät, bestätigt dieses Siegel, dass Rohbaumwolle unter fairen Bedingungen angebaut und gehandelt wird.

  1. „Fair Wear Foundation“

Dieses Siegel stammt von der niederländischen Stiftung mit demselben Namen Fair Wear Foundation (FWF). Dieses Siegel strebt mit seinen Kriterien nach besseren Arbeitsbedingungen in den Unternehmen. Bereits 80 Textilunternehmen, die um die 120 Marken vertreten, wurden überprüft und halten sich an das Konzept des Siegels.

  1. „Good On You“

Die australische Marke „Made Together“ errichteten für das „Good On You“-Projekt eine Datenbank mit Verbraucherdaten, um die Konformität von Arbeitsbedingungen und Umweltbelastungen von bereits 2000 Modemarken zu bewerten. Dadurch kann jeder auf deren Website oder App vorbeischauen, um die Kaufentscheidung zu festigen.

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